Berichte und Besprechungen

Tagungsbericht: Jubiläumstagung der Ernst-Bloch-Gesellschaft „Fremdes Zuhause, urvertraute Fremde“. Mit Blochs Philosophie zum Thema ‚Fremd und Eigen‘.

von Manuel Theophil

Reichlich Spannkraft versprach die Jubiläumstagung zum 30-jährigen Bestehen der Ernst-Bloch-Gesellschaft, die am 11. und 12. November in Ludwigshafen unter diesem Titel stattfand. „Fremdes Zuhause, urvertraute Fremde“ ist die Überschrift einer Geschichte aus den Spuren, die sich bis zu den Grundfesten von Biografie und Werk Blochs hinabrankt. So blätterte sie für die Tagung ein Panorama auf, in dem Beiträge zu Kunst und Religion ebenso Platz fanden wie Bezüge zu aktuellen Forschungs- und Krisenkontexten oder die Rezeption des Bloch’schen Werkes im Ausland.

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Buchbesprechung: Staat und Politik bei Ernst Bloch

von Francesca Vidal

Der Philosoph Ernst Bloch war nicht nur Teil politischer Bewegungen, er hat diese immer auch als Ausdruck der Zeit wissenschaftlich interpretiert. Bloch war als Philosoph gesellschaftlich-politisch orientiert, immer war er dem im geschichtlichen Prozess erst Vorscheinenden zugewandt. Insofern ist seine Philosophie eine, die politische, kulturelle und philosophische Phänomene reflektiert und das Geschichtliche immer mit dem Utopischen in Verbindung bringt. Bloch war in und mit seiner Philosophie stets politisch, hat Stellung bezogen, Diskurse angeregt und reflektiert und er hat politische Bewegungen analysiert. Ist seine Philosophie deshalb politische Philosophie?

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Buchbesprechung: Resonanztheorie der Weltbeziehungen

von Ulrich Müller-Schöll

Blochs „Heimat“, als das, was allen in die Kindheit scheint, erfährt in Harmut Rosas neuem Opus Magnum „Resonanz“ einen interpretatorischen Richtungswechsel: „Die Heimat scheint uns in die Kindheit und deshalb nehmen wir als Erwachsene (auf der Suche nach dem Land, in dem noch keiner war) diesen Schein aus der Kindheit wahr.“

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Tagungsbericht: Aufrechter Gang im Sturm

von Ulrich Müller-Schöll

Blochs Heimatbegriff findet im Rahmen der Kritischen Theorie unerwartete Resonanz.

Bei einer Tagung zur „Aktualität der verschiedenen Varianten kritischer Gesellschaftsanalyse“ konnte man es durchaus merkwürdig finden, dass ihr Titel, „Der aufrechte Gang im windschiefen Kapitalismus“, keiner Spielart der kritischen Theorie entsprang, sondern einem (abgewandelten) Zitat von Ernst Bloch. Wir leben in einer Zeit, schien dies zu bedeuten, wo man wieder zu Metaphern greifen muss.

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Buchbesprechung: Blochs Link zur Welt

von Ulrich Müller-Schöll

Von Bloch gibt es bekanntlich keine wissenschaftliche Biographie, die auch das nach der Wende bekannt Gewordene berücksichtigt. Wer über Blochs Leben und die Genese des Werks umfassend bescheidwissen will, ist auf Dokumente angewiesen. Zu diesen gesellen sich jetzt die Briefwechsel von Karola Bloch mit Siegfried Unseld hinzu.

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